Technische Sicht auf Dateisysteme
Technische Sicht auf Dateisysteme
Medien sind blockweise organisiert (wahlfreier Zugriff). Sektoren (512 B / 4 KB) werden zu Blöcken/Clustern zusammengefasst. Zentral sind die Datei-Deskriptoren (File Control Blocks), die Metadaten und Verweise auf die Datenblöcke enthalten.
Blöcke & Cluster
- Medien sind blockweise organisiert; Zugriff ist wahlfrei (random access).
- Festplatten haben Sektoren (512 B oder 4 KB).
- Dateisysteme fassen Sektoren zu Blöcken / Clustern (z.B. 4 KB) zusammen; das Verhältnis ist der Clusterfaktor.
Blöcke werden verwendet für: datei-übergreifende Daten (Bootblock, Superblock, Verwaltung), datei-spezifische Metadaten und die Datenblöcke selbst.
Anlegen eines Dateisystems
- Medium auf Hardware-Ebene formatieren.
- in logische Partitionen einteilen.
- pro Partition ein Dateisystem anlegen (Sektoren → Blöcke; Verwaltungsstrukturen anlegen).
Datei-Deskriptoren (File Control Blocks)
Nicht die Namen, sondern die Datei-Deskriptoren sind wesentlich:
- enthalten die Meta-Informationen (Attribute),
- ermöglichen den Zugriff auf die Datenblöcke.
Der Name Lookup setzt den Namen auf den Deskriptor um — ein oft teurer Vorgang, daher gecached. Dateisysteme unterscheiden sich, ob Deskriptoren im Verzeichnis (FAT) oder zentral (Unix-Inodes, NTFS-MFT) gehalten werden.
Drei konsistenzpflichtige Strukturen
In vielen Dateisystemen müssen drei Informationsquellen konsistent sein:
- die Verzeichnis-Einträge zu den Files,
- die Infos in den Datei-Deskriptoren,
- die Free List (Liste freier Blöcke).
Wie konkret die Blöcke einer Datei zugeordnet werden, zeigt die Datenblock-Verwaltung; wie Konsistenz trotz Caching gewahrt bleibt, das Journaling.
Verwandte Notes
Datenblock-Verwaltung · Inode · Journaling · Logische Sicht auf Dateisysteme · Festplatten-Scheduling
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