Festplatten-Scheduling

Auf einen Blick

Auch Plattenzugriffe brauchen Zuteilung — die Ressource ist der Schreib-/Lese-Kopf und seine langsamen Bewegungen. FCFS führt zu wildem Hin und Her; das Elevator-Verfahren (SCAN) sortiert Anfragen wie ein Aufzug.

Das Problem

Bei Festplatten ist die langsamste Operation die Kopfbewegung über die Spuren/Zylinder. Ziel: die Gesamtbewegung minimieren.

Interaktiv: FCFS vs. Elevator

Vergleiche die zurückgelegte Kopfbewegung:

disk-scheduling.html

Die Verfahren

  • FCFS — Anfragen in Ankunftsreihenfolge. Einfach, aber der Kopf springt unnötig weit hin und her.
  • Elevator / SCAN — Anfragen werden umsortiert, sodass der Kopf möglichst wenig Bewegung hat: Er fährt wie ein Aufzug zuerst in eine Richtung durch und bedient dabei alle Anfragen, dann zurück.
Verwandte Varianten

C-SCAN (immer in dieselbe Richtung, dann schneller Rücksprung) sorgt für gleichmäßigere Wartezeiten; SSTF (Shortest Seek Time First) bedient stets die nächste Anfrage — kann aber, ähnlich SJF, entfernte Anfragen verhungern lassen.

Einordnung

Es sind dieselben Grundideen wie beim CPU-Scheduling (Scheduling-Grundlagen) — nur ist die Ressource hier die Plattenmechanik statt der CPU. Bei SSDs entfällt das Problem weitgehend (kein beweglicher Kopf).

Verwandte Notes

Scheduling-Grundlagen · FCFS & SJF · Dateisystem-Grundlagen

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