6 DateisystemeBeispiel-Dateisysteme

Beispiel-Dateisysteme

Auf einen Blick

Drei klassische Umsetzungen derselben Ideen: FAT (Deskriptoren im Verzeichnis, zentrale Tabelle), NTFS (alles in der MFT, „alles ist eine Datei mit Attributen"), Unix-FS/ext (zentrale Inodes).

FAT

  • hält die Datei-Deskriptoren im Directory,
  • verwaltet alle Plattenblöcke in einer Tabelle (der File Allocation Table → verkettete Liste mit Tabelle).
  • einfach, weit verbreitet (USB-Sticks, SD-Karten), aber ohne Journaling und mit Größenlimits.

NTFS (Windows NT/2000/XP+)

  • liegt auf einem Volume (Partition).
  • sieht „alles als Datei" an — eine Datei ist ein strukturiertes Objekt aus Attributen (z.B. dem Dateninhalt).
  • alle Dateien werden zentral in der Master File Table (MFT) verwaltet.
  • alle Änderungen werden in einem LogFile protokolliert (Journaling).
  • nutzt Extents; eine Datei = ein BASE-Record + ggf. Erweiterungsrecords, identifiziert über die volume-weit eindeutige File Reference.

Layout: Bootblock | MFT | Metadaten | Daten.

Unix-FS / ext (FFS, UFS, ext2, ext3)

Annahmen klassischer Unix-Filesysteme:

  • ein File ist eine Folge unformatierter Bytes,
  • „alles ist ein File" (auch Geräte),
  • Zugriffsinfos stehen in einer Inode (index node).

Datei-Typen (Folge des „alles ein File"-Ansatzes):

  • reguläre Files — Daten in binärer Form
  • special files — Schnittstelle zu OS-Objekten/Geräten: block-orientiert (wahlfrei, z.B. Festplatten) oder zeichen-orientiert (Bytestrom, z.B. Netzwerkkarten)
  • Directories (mitunter als dritte Form)

ext2-Layout

Bootblock | Block-Gruppe 1 | Block-Gruppe 2 | …, jede Gruppe mit Superblock (Verweise auf Inodes & freie Blöcke, Root-Verzeichnis, Flags), Bitmaps, Teil der Inode-Tabelle und den Daten.

Verwandte Notes

Inode · Datenblock-Verwaltung · Journaling · Technische Sicht auf Dateisysteme

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