Sicherheit im Dateisystem

Auf einen Blick

Datensicherheit umfasst technische Verfahren (Journaling, Backups) und organisatorische (Identifikation, Authentifikation, Autorisierung). Rechte lassen sich aus Prozess-Sicht (Capabilities) oder Betriebsmittel-Sicht (ACL) betrachten.

Zwei Verfahrensarten

  • Technisch (Abläufe im OS): Konsistenz durch Journaling, Datensicherung durch überlegte Backups.
  • Organisatorisch (Anwender-Einstellungen): Identifikation, Authentifikation, Autorisierung.

Identifikation & Authentifikation

In Mehr-Benutzer-Systemen werden Anwender durch eine User-ID identifiziert (ein Teil der Zugangsinformationen). Der zweite Teil ist die Überprüfung der Identität:

  • klassisch ein Passwort,
  • modern auch biometrische Verfahren.

Flexibel gestaltbar über PAM (Pluggable Authentication Modules).

Autorisierung: zwei Blickwinkel

Die Kernfrage: Wer darf welche Operation auf welchem Betriebsmittel ausführen? Zwei Sichten — interaktiv an derselben Matrix:

acl-capabilities.html

Prozess-Sicht: Capabilities

  • Capability = Tupel (Objekt, erlaubte Operationen), z.B. ("/etc/passwd", R--).
  • Die Liste der Capabilities hängt am Subjekt (Prozess) und ist sicherheitskritisch → oft im Kernel verwaltet (Kernel- und User-Modus).
  • differenziert z.B. die Rechte von Root.

Betriebsmittel-Sicht: ACL

  • Pro Betriebsmittel eine Liste von Prozess-Typen und ihren erlaubten Operationen.
  • Diese Liste heißt Access Control List (ACL) — besonders in Dateisystemen verbreitet.
  • Es muss von Prozess-Typen gesprochen werden (Modus + User-/Group-ID), da die faktischen Prozesse noch nicht klar sind.
Merkhilfe

Capability = Zeile (ein Subjekt, alle Objekte). ACL = Spalte (ein Objekt, alle Subjekte). Beides sind nur unterschiedliche Schnitte durch dieselbe Zugriffsmatrix.

Verwandte Notes

Journaling · Kernel- und User-Modus · Logische Sicht auf Dateisysteme · Inode

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