Logische Sicht auf Dateisysteme

Auf einen Blick

Aus User-Sicht besteht ein Dateisystem aus Dateien (Name + binärer Inhalt + Attribute) und Verzeichnissen (Verwaltungsstruktur). Darauf gibt es definierte Operationen.

Datei-Typen & Attribute

Eine Datei besteht aus:

  • dem Namen
  • dem Inhalt in binärer Form
  • den Attributen: Besitzer, Zugriffs-Zeiten, Größe, ggf. Typ (bei Windows auch der „Datenstrom")

Da der Inhalt binär ist, muss sein Format angegeben werden:

  1. über den Namen (Endung, z.B. *.doc)
  2. im Inhalt (z.B. Magic Numbers)
  3. über die Datei-Attribute (Metadaten des Filesystems)

Operationen

Auf Dateien: Erzeugen/Löschen, Öffnen/Schließen, Lesen/Schreiben/Ändern, Suchen, Attribute ändern (z.B. Berechtigungen → Sicherheit im Dateisystem).

Auf Verzeichnissen: Erzeugen/Löschen, Öffnen/Schließen, Einträge lesen, Verknüpfen (Linking), Attribute ändern.

Auf ganzen Dateisystemen: Anlegen/Löschen, Einhängen (Unix: Mounten), Defragmentieren, Reparieren.

Layout

Dateisysteme sind meist hierarchisch (Baum aus Verzeichnissen). Manche OS verwalten alle Dateisysteme in einem gemeinsamen Baum (Unix, über Mounten), manche in separaten Bäumen (Windows: C:, D: …).

Bezug zur technischen Sicht

All diese Operationen sind letztlich System Calls. Wie der Name auf den tatsächlichen Datei-Deskriptor abgebildet wird (Name Lookup), zeigt die Technische Sicht auf Dateisysteme.

Verwandte Notes

Dateisystem-Grundlagen · Technische Sicht auf Dateisysteme · Inode · Sicherheit im Dateisystem

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