6 DateisystemeInode

Inode

Auf einen Blick

Unter Unix wird jede Datei durch eine Inode (index node) beschrieben — die Inode ist die Datei. Sie enthält die Attribute und Verweise auf die Datenblöcke (direkt + mehrstufig indirekt). Der Dateiname steht nicht in der Inode, sondern im Verzeichnis.

Was steht in der Inode?

Jede Datei wird durch eine Inode beschrieben; Inodes liegen in der Inode-Tabelle des Dateisystems. Inhalt u.a.:

  • Rechte und weitere Attribute (→ Sicherheit im Dateisystem)
  • Verweise auf Blöcke: direkt, einfach-indirekt, zweifach-indirekt, dreifach-indirekt
  • Referenzzähler (Link Count) — Anzahl der Verzeichnis-Einträge, die auf diese Inode zeigen

Interaktiv: Blockadressierung

Klicke die Stufen an und sieh, wie eine kompakte Inode winzige und riesige Dateien adressiert:

inode.html

Die direkten Adressen machen kleine Dateien schnell (kein Extra-Zugriff). Die indirekten Stufen (einfach/doppelt/dreifach) erweitern die Kapazität enorm — auf Kosten zusätzlicher Zugriffe bei großen Dateien (→ indizierte Verwaltung).

Name Lookup & Directories

Die Abbildung Dateiname → Inode ist der Name Lookup. Dafür braucht es Verzeichnisse:

  • ordnen Name → Inode zu,
  • sind notwendig, um überhaupt Zugriff auf Dateien zu erhalten,
  • sind häufig gecached.

Implementierbar als verkettete Liste, Hash oder Baum.

Hard Links

Mehrere Verzeichnis-Einträge können auf dieselbe Inode zeigen (Hard Links) — daher der Link Count. Erst wenn er auf 0 fällt, wird die Datei wirklich gelöscht (Konsistenz!).

Verwandte Notes

Beispiel-Dateisysteme · Datenblock-Verwaltung · Technische Sicht auf Dateisysteme · Sicherheit im Dateisystem

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