6 DateisystemeDatenblock-Verwaltung

Datenblock-Verwaltung

Auf einen Blick

Wie ordnet ein Dateisystem die Blöcke einer Datei zu? Möglichkeiten: zusammenhängend, verkettete Liste, FAT (zentrale Verkettungstabelle), indiziert (Deskriptor/Inode), Extents, Bäume. Jede hat eigene Stärken.

Interaktiver Vergleich

datenblock-verwaltung.html

Die Strategien

  1. Zusammenhängend — eine lückenlose Blockfolge. Schnellster Zugriff, aber Wachstum schwierig, starke externe Fragmentierung.
  2. Verkettete Liste — jeder Block zeigt auf den nächsten. Nur der erste Block steht im Verzeichnis; direkter Zugriff sehr langsam.
  3. Verkettete Liste mit Tabelle im RAM — die Verkettungstabelle liegt zentral im Speicher. Beispiel: FAT.
  4. Indiziert — Adressen stehen direkt oder indirekt im Datei-Deskriptor. Zugriffszeit hängt von der Dateigröße ab. Beispiele: Unix-FS (Inode), NTFS.
  5. Extents — Datenblöcke werden zu zusammenhängenden Bereichen (Extents) zusammengefasst und aus dem Deskriptor adressiert. Vereinfacht die Verwaltung (NTFS, ext4).
  6. Bäume — alle FS-Objekte in einem Baum pro Dateisystem; Dateien sind (Teil-)Bäume. Beispiel: ReiserFS.

Freie Blöcke verwalten

Auch die freien Blöcke müssen verwaltet werden — über:

  • verkettete Listen (Free List) oder
  • Bitmaps.

Bei Vergrößerung einer Datei werden Blöcke aus der Free List entnommen und in die Struktur der Datei eingehängt.

Verwandte Notes

Inode · Beispiel-Dateisysteme · Technische Sicht auf Dateisysteme · Journaling

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