Was ist ein Betriebssystem?

Auf einen Blick

Ein Betriebssystem ist eine Sammlung von Routinen, Programmen und Algorithmen, die den Betrieb eines Rechners erst ermöglichen. Zwei Kernaufgaben: Ressourcenverwaltung und Abstraktion.

Definition

Ein Betriebssystem ist eine Sammlung von Routinen, Programmen und Algorithmen, die den Betrieb eines Rechners erst ermöglichen.

Damit sind zwei Aufgaben verbunden:

  1. Ressourcenverwaltung — Verwaltung der Hardware- und Software-Ressourcen (der Betriebsmittel) des Rechners.
  2. Abstraktion — Bereitstellung von Diensten, sodass die Verwendung des Rechners vereinfacht wird. Anwendungsprogramme verwenden diese Dienste über System Calls.

Warum überhaupt ein OS?

Beide Aufgaben begründen den Einsatz:

  • Die Hardware ist heute sehr heterogen und vielfältig (Hardware-Modell & CPU). Keine Anwendung sollte die Hardware selbst steuern müssen — das OS bietet eine vereinfachte, abstrakte, „virtuelle" Sicht.
  • Die Zuteilung von Ressourcen an unterschiedliche Anwendungen muss zentral gesteuert werden. Anwendungen arbeiten mit geringeren Rechten (Kernel- und User-Modus); das OS fungiert als Schiedsrichter.

Systemsoftware & Schichtenmodell

Das OS ist der wichtigste Teil der Systemsoftware (Software, die für den Betrieb der Anwendungen nötig ist — auch Bibliotheken, Compiler, Debugger zählen dazu). Daraus ergibt sich ein Schichtenmodell: Alle Anwendungen benötigen die Dienste der Systemsoftware und insbesondere des OS; das OS verwaltet die Fähigkeiten der Hardware.

Klicke dich durch die Schichten:

schichtenmodell.html

Verwandte Notes

Hardware-Modell & CPU · System Calls · Kernel- und User-Modus · Prozess · Architektur von Linux & Windows

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